Das Ozempic-Geheimnis: Der Körper kann es selbst – wie wir den natürlichen Sättigungs-Schalter umlegen
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GLP-1-Agonisten sind eine Revolution, doch sie ahmen nur nach, was der Körper seit Jahrtausenden kann. Neue Forschung zeigt: Bestimmte Nährstoff-Signale aus unserer täglichen Nahrung aktivieren denselben Mechanismus auf natürlichem Weg.
Seit den 1970er Jahren sucht die Wissenschaft wirksame Methoden gegen Übergewicht und Fettleibigkeit – weitgehend erfolglos. Die Weltgesundheitsorganisation erklärte Adipositas zur globalen Epidemie. Die Zahlen sind alarmierend:
Unzählige Diätansätze, Verhaltensanpassungen und pharmakologische Versuche scheiterten an mangelnder Langzeitwirksamkeit oder erheblichen Nebenwirkungen.
Dann kam der Durchbruch.
Zwischen 2021 und 2024 veränderten GLP-1-Agonisten wie Ozempic, Wegovy und Mounjaro das Paradigma: Erstmals zeigten kontrollierte Studien einen durchschnittlichen Gewichtsverlust von 15-20 Prozent – eine Revolution nach einem halben Jahrhundert wissenschaftlicher Bemühungen.
Der Markt explodierte: 2024 generierten diese Medikamente über 15 Milliarden Dollar Umsatz. Die medizinische Fachwelt ist sich einig: Es ist die Lösung, auf die die Welt gewartet hat.
Doch während Milliarden in die Pharmakologie fließen, zeigt ein deutlich weniger beachteter Teil der Forschung etwas Bemerkenswertes: Der menschliche Körper verfügt bereits über jenes System, das diese Medikamente nachahmen.
Der entscheidende Auslöser für das System ist oft bereits Teil unserer täglichen Ernährung. Aber warum kennt kaum jemand die natürliche Seite dieser medizinischen Revolution?
Glucagon-like Peptide-1, kurz GLP-1, ist ein Hormon, das in spezialisierten L-Zellen des Darms produziert wird. Seine Wirkung ist dreifach und präzise orchestriert:
GLP-1 gegen Übergewicht - auf einen Blick
Die pharmazeutische Lösung basiert auf veränderten GLP-1-Bausteinen wie Semaglutid (Ozempic, Wegovy) oder Tirzepatid (Mounjaro). Diese Synthetika aktivieren die GLP-1-Rezeptoren permanent über einen Zeitraum von sieben Tagen nach einer Injektion. Der "Satt-Schalter" im Gehirn bleibt kontinuierlich eingeschaltet.
Der natürliche Weg funktioniert anders. Der menschliche Körper produziert GLP-1 als direkte Reaktion auf Nahrungsaufnahme. Entscheidend ist dabei: Nicht die bloße Kalorienmenge triggert diese Hormonausschüttung, sondern spezifische Nährstoffsignale. Die Forschung der letzten 15 Jahre hat eindeutig gezeigt, dass Aminosäuren die primären Stimulatoren sind.
Der große Unterschied zwischen pharmazeutischem und natürlichem Weg liegt im Timing: Während Synthetika eine permanente Rezeptor-Aktivierung erzeugen, ermöglicht die natürliche Stimulation durch Aminosäuren eine pulsartige, körpernahe GLP-1-Freisetzung. Das System arbeitet im Rhythmus der Nahrungsaufnahme, nicht gegen die natürliche Regulation.
Ein in zahlreichen Studien validierter Mechanismus erklärt, warum freie Aminosäuren die GLP-1-Sekretion besonders effektiv auslösen.
Der Calcium-Sensing Receptor (CaSR) ist ein Sensor auf der Oberfläche von L-Zellen. Er reagiert hochsensibel auf bestimmte Aminosäuren. Bindet die passende Aminosäure an den CaSR, löst das einen Calcium-Influx in die Zelle aus. Dieser Calcium-Anstieg ist das Signal für die Freisetzung gespeicherter GLP-1-Teilchen ins Blut (Alamshah et al., 2016).
In Studien, in denen der CaSR pharmakologisch blockiert wurde, zeigte sich eine drastisch reduzierte GLP-1-Antwort nach Aminosäurenaufnahme. Das beweist, dass der CaSR essentiell für die durch Aminosäuren ausgelöste GLP-1-Freisetzung ist.
Nicht alle Aminosäuren sind gleich wirksam. Die wissenschaftliche Literatur zeigt ein differenziertes Bild, welche Aminosäuren die GLP-1-Sekretion besonders stark stimulieren. Besonders wichtig sind dabei die essenziellen Aminosäuren (EAAs):
Aromatische Aminosäuren – die Spitzenreiter der GLP-1-Stimulation:
Phenylalanin hat sich als außergewöhnlich potenter GLP-1-Stimulator erwiesen. In Studien führte die Einnahme von Phenylalanin zu einem starken Anstieg der GLP-1-Plasmaspiegel über mehrere Stunden. Die Wirkung erfolgt über die Aktivierung von CaSR und ist dosisabhängig: Je höher die Phenylalanin-Konzentration, desto stärker die GLP-1-Antwort.
Tryptophan zeigt ähnliche Effekte. Zudem reguliert Tryptophan die Expression eines weiteren an der Sättigungsregulation beteiligten Rezeptors.
Tyrosin komplettiert die essenziellen, aromatischen Aminosäuren und trägt zum Gesamteffekt bei.
Verzweigtkettige Aminosäuren – die metabolischen Multitalente:
Valin erwies sich in kontrollierten Studien als besonders wirksam: Es erhöhte die GLP-1-Sekretion um das 2,9-fache. Valin gehört damit zu den potentesten Einzelstimulanten (Stone et al., 2021).
Leucin zeigt moderate direkte GLP-1-Effekte, stimuliert jedoch zusätzlich stark die Ausschüttung von einem weiteren Sättigungshormon (Cholecystokinin).
Isoleucin wirkte in Humanstudien appetitunterdrückend. Die Blut-Konzentrationen von Isoleucin hing direkt mit reduziertem Hungergefühl und erhöhten GLP-1-Spiegeln zusammen.
Weitere essenzielle Aminosäuren – die unterschätzten Mitspieler:
Lysin, Methionin und Threonin mögen in Einzelstudien weniger spektakuläre Ergebnisse zeigen, doch ihre Bedeutung liegt in der Gesamtwirkung. Eine wegweisende Humanstudie identifizierte ein spezifisches Profil zirkulierender Aminosäuren, das stark mit der appetitunterdrückenden und GLP-1-stimulierenden Wirkung zusammenhing: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Threonin, Tyrosin und Valin – also praktisch das gesamte Spektrum essenzieller Aminosäuren (Rigamonti et al., 2020).
Die kritische Erkenntnis: Die synergistische Wirkung aller acht essenziellen Aminosäuren übertrifft die Effekte von Einzelaminosäuren deutlich. Ein vollständiges EAA-Profil ist nicht nur für die Proteinsynthese im Körper notwendig, sondern offenbar auch für die optimale Stimulation der GLP-1-Achse.
Nicht alle Aminosäuren sind gleich wirksam. Die wissenschaftliche Literatur zeigt ein differenziertes Bild, welche Aminosäuren die GLP-1-Sekretion besonders stark stimulieren. Besonders wichtig sind dabei die essenziellen Aminosäuren (EAAs):
Aromatische Aminosäuren – die Spitzenreiter der GLP-1-Stimulation:
Phenylalanin hat sich als außergewöhnlich potenter GLP-1-Stimulator erwiesen. In Studien führte die Einnahme von Phenylalanin zu einem starken Anstieg der GLP-1-Plasmaspiegel über mehrere Stunden. Die Wirkung erfolgt über die Aktivierung von CaSR und ist dosisabhängig: Je höher die Phenylalanin-Konzentration, desto stärker die GLP-1-Antwort.
Tryptophan zeigt ähnliche Effekte. Zudem reguliert Tryptophan die Expression eines weiteren an der Sättigungsregulation beteiligten Rezeptors.
Tyrosin komplettiert die essenziellen, aromatischen Aminosäuren und trägt zum Gesamteffekt bei.
Verzweigtkettige Aminosäuren – die metabolischen Multitalente:
Valin erwies sich in kontrollierten Studien als besonders wirksam: Es erhöhte die GLP-1-Sekretion um das 2,9-fache. Valin gehört damit zu den potentesten Einzelstimulanten (Stone et al., 2021).
Leucin zeigt moderate direkte GLP-1-Effekte, stimuliert jedoch zusätzlich stark die Ausschüttung von einem weiteren Sättigungshormon (Cholecystokinin).
Isoleucin wirkte in Humanstudien appetitunterdrückend. Die Blut-Konzentrationen von Isoleucin hing direkt mit reduziertem Hungergefühl und erhöhten GLP-1-Spiegeln zusammen.
Weitere essenzielle Aminosäuren – die unterschätzten Mitspieler:
Lysin, Methionin und Threonin mögen in Einzelstudien weniger spektakuläre Ergebnisse zeigen, doch ihre Bedeutung liegt in der Gesamtwirkung. Eine wegweisende Humanstudie identifizierte ein spezifisches Profil zirkulierender Aminosäuren, das stark mit der appetitunterdrückenden und GLP-1-stimulierenden Wirkung zusammenhing: Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Prolin, Threonin, Tyrosin und Valin – also praktisch das gesamte Spektrum essenzieller Aminosäuren (Rigamonti et al., 2020).
Die kritische Erkenntnis: Die synergistische Wirkung aller acht essenziellen Aminosäuren übertrifft die Effekte von Einzelaminosäuren deutlich. Ein vollständiges EAA-Profil ist nicht nur für die Proteinsynthese im Körper notwendig, sondern offenbar auch für die optimale Stimulation der GLP-1-Achse.
Die Geschwindigkeit, mit der Aminosäuren die L-Zellen erreichen, beeinflusst die GLP-1-Antwort maßgeblich:
Intakte Proteine aus natürlichen Lebensmitteln – etwa aus Fleisch, Fisch oder Hülsenfrüchten – müssen erst über zwei bis vier Stunden im Verdauungstrakt aufgespalten werden, bevor die einzelnen Aminosäuren freigesetzt und absorbiert werden. Das führt zu einer verzögerten GLP-1-Antwort.
Freie kristalline Aminosäuren – also Aminosäuren in ihrer reinen, nicht gebundenen Form – verändern diese Kinetik fundamental. Sie erfordern keine Verdauungsarbeit. Nach oraler Aufnahme werden sie innerhalb von 15 bis 20 Minuten direkt im oberen Dünndarm resorbiert. Sie erreichen die L-Zellen schneller und in konzentrierter Form. Das Resultat ist ein präziser, schneller Stimulus für die GLP-1-Freisetzung – ähnlich einem zielgerichteten Signal statt eines breit gestreuten Hintergrundeffekts.
Dieser Unterschied ermöglicht eine gezielte, pulsartige GLP-1-Aktivierung: Die freien Aminosäuren fluten das System, triggern die Hormonausschüttung und werden dann für anabole Prozesse genutzt.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich in konkrete Ernährungsstrategien übersetzen, die die körpereigene GLP-1-Produktion natürlich maximieren.
Die Forschung liefert klare Empfehlungen. Mahlzeiten mit einem Proteinanteil von 35 Prozent stimulieren GLP-1 stärker als fett- oder kohlenhydratreiche Mahlzeiten.
Die "Protein-First"-Strategie – also der Verzehr der proteinreichen Komponente einer Mahlzeit vor den Kohlenhydraten – reduziert Blutzuckerspitzen nach dem Essen um bis zu 40 Prozent und bringt ein früheres Sättigungsgefühl. Der Mechanismus: Die schnelle Aminosäuren-Aufnahme triggert GLP-1, bevor große Mengen Glukose den Blutzucker in die Höhe treiben.
Besonders wirksam ist ein proteinreiches Frühstück (Blom et al., 2006). Mehrere Studien zeigen: Menschen, die morgens ausreichend hochwertiges Protein konsumieren, weisen über den gesamten Tag erhöhte GLP-1-Spiegel auf. Das Snacking-Verhalten reduziert sich, die Gesamtkalorienaufnahme sinkt messbar.
Bei Gewichtsmanagement-Zielen empfiehlt die aktuelle Evidenz: Mindestens 25-30 Gramm hochwertiges Protein pro Hauptmahlzeit, verteilt über drei bis vier Mahlzeiten für eine kontinuierliche GLP-1-Pulsierung.
Nicht jedes Protein ist gleich effektiv. Der Fokus sollte auf Lebensmitteln liegen, die besonders reich an GLP-1-aktiven Aminosäuren sind.
Die zentrale Regel bleibt: Alle acht essenziellen Aminosäuren müssen vorhanden sein. Tierische Proteinquellen liefern ein vollständiges Profil, bringen jedoch Begleitsubstanzen mit, die bei dauerhaft hohem Konsum als gesundheitlich bedenklich gelten. Pflanzliche Proteine weisen häufig limitierende Aminosäuren auf: Getreide fehlt typischerweise Lysin, Hülsenfrüchten mangelt es an Methionin.
Die Kombination von Aminosäuren mit Ballaststoffen maximiert die GLP-1-Antwort über multiple Mechanismen. Ballaststoffe werden von Darmbakterien zu kurzkettigen Fettsäuren fermentiert. Die kurzkettigen Fettsäuren aktivieren zusätzliche Rezeptoren auf L-Zellen und stimulieren so GLP-1 auf einem zweiten, parallelen Weg. Studien dokumentieren bis zu eine Verdoppelung der GLP-1-Antwort im Vergleich zu Aminosäuren allein.
Praktisch bedeutet das: Proteinreiche Mahlzeiten und Aminosäuren sollten immer mit Gemüse, Vollkornprodukten oder Hülsenfrüchten kombiniert werden.
Auch die Kombination mit gesunden Fetten zeigt synergistische Effekte. Omega-3-Fettsäuren aus Fisch, Leinsamen oder Walnüssen verbessern die GLP-1-Sensitivität.
Pflanzliche Ernährung bringt zahlreiche gesundheitliche Vorteile, steht aber vor einer Herausforderung bei der GLP-1-Stimulation. Pflanzliche Proteine aus Erbsen, Reis, Hanf oder Soja zeigen eine variable GLP-1-Wirkung. Der Grund liegt oft in limitierenden Aminosäuren – das Aminosäurenprofil ist unausgewogen.
Die evidenzbasierte Lösung liegt in der gezielten Ergänzung mit kristallinen, körpernahen Aminosäuren. Diese schließen die Aminosäuren-Lücken präzise und liefern ein vollständiges EAA-Spektrum. Der entscheidende Vorteil: Das geschieht ohne die metabolische Belastung, die mit dauerhaft hohen Mengen tierischer Proteine verbunden ist – kein überschüssiger Stickstoff, keine problematischen Begleitsubstanzen.
Diese wissenschaftlichen Erkenntnisse lassen sich in eine ebenso revolutionäre Alltagspraxis übersetzen wie die GLP-1-Entdeckung selbst – insbesondere für Menschen mit Gewichtsreduktions- oder Gewichtsregulationszielen. Die gezielte Nutzung kristalliner Aminosäuren ermöglicht es, die körpereigene GLP-1-Produktion präzise zu steuern und das Sättigungssystem effizient zu aktivieren, wann immer es benötigt wird.
Die Umsetzung im Tagesablauf folgt der physiologischen Logik:
Morgens: 6-12 Gramm kristalline EAAs zum oder 20 Minuten vor dem Frühstück aktivieren GLP-1 innerhalb von 15-20 Minuten. Das Hungergefühl bis zum Mittagessen reduziert sich spürbar. Studien zeigen: Ein Protein-Preload vor der Hauptmahlzeit führt zu 15-20 Prozent geringerer Kalorienaufnahme.
Mittags: Der Protein-First-Ansatz – erst die proteinreiche Komponente konsumieren, dann die kohlenhydratreichen Beilagen – optimiert die Blutzucker- und GLP-1-Antwort. Bei Mahlzeiten mit weniger als 30 Gramm tierischem oder 40 Gramm pflanzlichem Protein können 6-12 Gramm EAAs das Aminosäurenprofil vervollständigen.
Nachmittags: Die klassische Heißhunger-Zeit zwischen 15 und 17 Uhr lässt sich durch 4-6 Gramm EAAs als präventiven "Sättigungs-Booster" entschärfen. Die schnelle Resorption verhindert, dass das Sättigungsdefizit überhaupt entsteht.
Abends: Eine proteinreiche Abendmahlzeit unterstützt nicht nur die nächtliche Muskelproteinsynthese, sondern auch die Schlafqualität. Denn die Aminosäure Tryptophan wird zu Serotonin und schließlich zu Melatonin umgewandelt – GLP-1-Optimierung und Schlafförderung gehen Hand in Hand.
Für Menschen mit Gewichtsmanagement-Zielen zeigt die EAA-Supplementierung zu allen Hauptmahlzeiten in klinischen Beobachtungen eine deutlich verbesserte Sättigungsregulation und reduziertes Verlangen nach Snacks zwischen den Mahlzeiten.
Pharmakologische GLP-1-Agonisten haben ihren unbestrittenen Platz bei schwerer Adipositas und metabolischen Erkrankungen. Bei einem Body-Mass-Index über 30 zeigen sie mit 15-20 Prozent Gewichtsverlust beeindruckende Wirksamkeit (Wilding et al., 2021).
Für Prävention, leichtes Übergewicht oder Gewichtserhaltung ist die natürliche GLP-1-Optimierung jedoch der physiologisch sinnvollere Ansatz. Die wissenschaftliche Basis: Hunderte publizierte Studien, auf molekularer Ebene verstandene Mechanismen, validiert in Zellkultur, Tiermodellen und Humanstudien.
Der fundamentale Unterschied liegt im Wirkmuster. Synthetische Agonisten erzeugen permanente Rezeptor-Aktivierung – das System ist dauerhaft „eingeschaltet". Über 40 Prozent der Anwender berichten von Übelkeit, ein Viertel von Erbrechen. Die Langzeitfolgen mehrjähriger GLP-1-Rezeptor-Daueraktivierung sind noch nicht vollständig erforscht.
Die natürliche Stimulation durch Aminosäuren funktioniert physiologisch: pulsartige Freisetzung im Rhythmus der Nahrungsaufnahme. Das System arbeitet mit den körpereigenen Regulationsmechanismen, nicht gegen sie. Die „Langzeitdaten" umfassen die gesamte menschliche Ernährungsgeschichte – Aminosäuren sind seit Jahrtausenden integraler Bestandteil jeder Proteinmahlzeit.
Die Kommunikationslücke ist eklatant. Die Pharmaindustrie investiert Milliarden in Marketing – ein Markt mit 100 Milliarden Dollar Potenzial bis 2030. Doch der Ernährungsansatz ist nicht patentierbar und bleibt im Schatten. Medizinische Leitlinien fokussieren auf Pharmakotherapie, die Ernährungsoptimierung wird marginalisiert. Gründe dafür? Vermutlich, weil das Wissen im Gesundheitssystem fehlt oder die gesunde Umsetzung Menschen mit Wunsch nach Gewichtsregulierung vor Rätsel stellt.
Die evidenzbasierte Perspektive sollte lauten „sowohl-als-auch" in Form einer gestuften Strategie:
Stufe eins – Ernährungsoptimierung mit gezielter Aminosäuren-Versorgung.
Stufe zwei – bei unzureichendem Erfolg medizinische Evaluation.
Stufe drei – bei klarer Notwendigkeit Pharmakotherapie.
Warum wird natürliche GLP-1-Optimierung trotz umfangreicher wissenschaftlicher Evidenz so wenig kommuniziert? Die Antwort liegt in ökonomischen Realitäten und Wissen um die Umsatzung – und genau deshalb ist unabhängige, wissenschaftlich fundierte Information entscheidend.
GLP-1-Agonisten sind nach 50 Jahren erfolgloser Adipositas-Forschung der erste medizinische Durchbruch – sie imitieren einen Mechanismus, den der Körper seit Jahrtausenden beherrscht
Essenzielle Aminosäuren aktivieren die GLP-1-Sekretion über spezifische Rezeptoren in den L-Zellen des Darms – besonders wirksam sind aromatische und verzweigtkettige Aminosäuren
Ein vollständiges Profil aller acht essenziellen Aminosäuren erhöht die GLP-1-Spiegel um bis zu 50 Prozent – deutlich stärker als Einzelaminosäuren
Kristalline Aminosäuren ermöglichen präzise GLP-1-Stimulation innerhalb von 15-20 Minuten – pulsartig im physiologischen Rhythmus statt permanenter Aktivierung wie bei Medikamenten
Die natürliche GLP-1-Optimierung ist wissenschaftlich fundiert, bleibt aber im Schatten eines 100-Milliarden-Dollar-Pharmamarkts – nicht patentierbar, kaum kommuniziert
Vertiefe Dein Wissen:
Warum Hunger trotz voller Teller: Die Aminosäuren-Lücke → Vertiefung zum Protein-Leverage-Prinzip und synergistischen EAA-Wirkungen
Das Protein-Blähbauch-Problem: Warum Ihr Shake ein Warnsignal ist → Wie Proteinverdauung den Darm belastet und kristalline Aminosäuren die Lösung bieten
Pflanzliche Ernährung clever ergänzen: Wie Aminosäuren Nährstofflücken schließen → Strategien zur Optimierung pflanzlicher Proteinversorgung
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[1] L-Phenylalanine modulates gut hormone release and glucose tolerance, Alamshah, A., et al. (2016), International Journal of Obesity, 41(11), 1693-1701; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5148911/
Kernaussage: Phenylalanin als stärkster einzelner GLP-1-Stimulator via CaSR
[2] Distinct contributions of L-cells, α-cells, and β-cells to amino acid sensing, Stone, V.M., et al. (2021), American Journal of Physiology-Endocrinology and Metabolism, 320(6), E1005-E1018; https://journals.physiology.org/doi/full/10.1152/ajpendo.00026.2021
Kernaussage: Valin erhöht GLP-1 um 2,9-fach (stärkste luminale Stimulation)
[3] The Appetite-Suppressant and GLP-1-Stimulating Effects of Whey Proteins, Rigamonti, A.E., et al. (2020), Nutrients, 12(3), 775; https://www.mdpi.com/2072-6643/12/3/775
Kernaussage: Synergistische Wirkung aller 8 EAAs auf GLP-1 und Appetit Relevanz
[4] Oral L-phenylalanine stimulates GLP-1 secretion in pigs, Zhang, Z., et al. (2023), Journal of Animal Science, doi: 10.1093/jas/skad175; https://academic.oup.com/jas/article/doi/10.1093/jas/skad175/7180322
Kernaussage: Orales Phenylalanin verursacht lang anhaltenden GLP-1-Anstieg
[5] Synergistic effects of alpha-linolenic acid and amino acids on GLP-1, Ni, Y., et al. (2024), International Journal of Molecular Sciences, 25(2), 1087; https://www.mdpi.com/1422-0067/25/2/1087
Kernaussage: Alpha-Linolensäure + Tryptophan/Phenylalanin synergistisch
[6] The G protein-coupled receptor family C group 6 subtype A (GPRC6A), Oya, M., et al. (2013), Journal of Biological Chemistry, 288(7), 4513-4521; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3825574/
Kernaussage: GPRC6A-Rezeptor zentral für Aminosäure-GLP-1-Achse
[7] Effect of a high-protein breakfast on the postprandial ghrelin response, Blom, W.A., et al. (2006), American Journal of Clinical Nutrition, 83(2), 211-220; https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16469983/
Kernaussage: Proteinreiches Frühstück reduziert Ghrelin ganztägig
[8] L-Glutamine and whole protein restore first-phase insulin response, Sun, L., et al. (2015), Nutrition & Metabolism, 12, 48; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4425133/
Kernaussage: Glutamin erhöht GLP-1 bei Typ-2-Diabetikern
[9] Protein and calcium co-ingestion synergistically enhance GLP-1 secretion, Various (2022), Nutrients; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8634310/
Kernaussage: Protein + Calcium erhöht GLP-1 um 40-60% stärker
[10] Short-chain fatty acids stimulate glucagon-like peptide-1 secretion via FFAR2, Tolhurst, G., et al. (2012), Diabetes, 61(2), 364-371; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3266401/
Kernaussage: SCFAs aus Ballaststoffen aktivieren GLP-1 über FFAR2
[11] Dietary protein and gut-brain signaling, Tomé, D., et al. (2023), Critical Reviews in Food Science and Nutrition; https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/10408398.2023.2256400
Kernaussage: Protein + Ballaststoffe maximieren GLP-1-Sekretion
[12] Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity, Wilding, J.P., et al. (2021), New England Journal of Medicine, 384(11), 989-1002; https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa2032183
Kernaussage: GLP-1-Agonisten: 15-20% Gewichtsverlust, aber 40% Übelkeit
[13] Protein preload strategy reduces subsequent food intake, van Veen, M., et al. (2020), Nutrients; https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7043990/
Kernaussage: Protein-Preload führt zu 15-20% geringerer Kalorienaufnahme
[14] Amino acid sensing mechanisms in the gut, Liu, Y., et al. (2024), Journal of Agricultural and Food Chemistry; https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.jafc.4c00999
Kernaussage: PepT1 und CaSR arbeiten synergistisch
[15] Essential amino acid supplementation and metabolic health, Various (2024), Frontiers in Nutrition; https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fnut.2024.1360312/full
Kernaussage: 1,5-15g EAAs stimulieren GLP-1 dosisabhängig